wfg.Fachkräftedialog thematisiert Zukunft der Führung

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wfg.Fachkräftedialog thematisiert Zukunft der Führung

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und interkulturelle Teams verändern Erwartungshaltung

Wie führen wir morgen? Diese Frage stand im Zentrum des wfg.FACHKRÄFTEDIALOGS Kreis Soest 2025 – und sie beschäftigt Unternehmen heute mehr denn je. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und interkulturelle Teams verändern die Erwartungen an moderne Führung mit hoher Geschwindigkeit.

„Führung steht vor einem tiefgreifenden Wandel – technologisch, kulturell und organisatorisch. Unser Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig Orientierung zu geben und Impulse zu setzen, die wirklich weiterhelfen“, betonte Markus Helms, Geschäftsführer der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest, zu Beginn der Veranstaltung: „Der Fachkräftedialog bringt Menschen zusammen, die Antworten suchen und bereit sind, Zukunft aktiv zu gestalten.“

Mit diesem Anspruch versammelte die wfg mehr als 150 Teilnehmende, darunter Expertinnen und Experten sowie zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus der gesamten Region, um neue Perspektiven auf zeitgemäße Führung zu gewinnen. Die Teilnehmenden erhielten starke Impulse aus Praxis, Sport und Zukunftsforschung.

Vertrauen statt Kontrolle

Die Sedus Systems GmbH zeigte anhand konkreter Beispiele, wie das Unternehmen den Wandel aktiv gestaltet. Besonders deutlich wurde, wie sich die Führungskräfte dort von einer traditionellen Chefrolle hin zu einer coachenden Haltung entwickeln – mit Vertrauen statt Kontrolle, Klarheit in Kommunikation und Rollenverständnis sowie Nähe durch echte Aufmerksamkeit und Menschlichkeit als zentrale Kompetenzen moderner Führung.

Anschließend gab Dirk Bauermann, einer der erfolgreichsten deutschen Basketballtrainer, einen Einblick in seine Arbeit mit internationalen Teams in Europa, Asien und Afrika. Er zeigte, wie eine gemeinsame Kultur, eine einheitliche Terminologie und klar definierte Werte als verbindende Elemente wirken, und wie Vielfalt zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden kann, wenn man sie bewusst gestaltet. Als Beispiel schilderte er eine Teamtradition, bei der zu Geburtstagen die Familien eingeladen werden und das gefeierte Teammitglied kurz darüber spricht, welche Werte ihm wichtig sind. Solche Rituale, so Bauermann, stärken das gegenseitige Verständnis, schaffen Nähe und machen Menschlichkeit zu einem zentralen Erfolgsfaktor in interkulturellen Teams.

Intrinsische Motivation nutzen

Frank Eilers, Keynote Speaker und Experte für die Zukunft der Arbeit, zeigte anschließend auf, wie KI und digitale Technologien Führung bereits heute tiefgreifend verändern. Er machte deutlich, dass der technologische Wandel weit über reine Prozessoptimierung hinausgeht und völlig neue Erwartungen an Führungskräfte entstehen: von mehr Transparenz über veränderte Kommunikationskulturen bis hin zu Entscheidungen in datengetriebenen Umgebungen.

Dabei griff Eilers auch die X- und Y-Theorie der Motivation auf. Während die X-Theorie Mitarbeitende als eher arbeitsunwillig beschreibt und damit strenge Vorgaben sowie Kontrolle betont, geht die Y-Theorie von intrinsisch motivierten, verantwortungsbereiten Menschen aus, die Handlungsspielraum und Selbststeuerung benötigen. KI, so Eilers, übernehme zunehmend Tätigkeiten, die der „X-Logik“ folgen, also strukturierte, regelbasierte Aufgaben. Die „Y-Logik“ hingegen – Kreativität, Initiative und Verantwortungsbereitschaft – bleibe klar menschlich. Moderne Führung müsse beide Ebenen bewusst miteinander verzahnen.

Austausch stärkt Zusammenarbeit

Der wfg.FACHKRÄFTEDIALOG punktete vor allem durch seine Mischung aus realen Praxisbeispielen, tiefem Expertenwissen und einem intensiven Miteinander. Die zusätzlichen Impulse aus Sport und Zukunftsforschung gaben frische Denkanstöße und machten deutlich, wie wichtig es ist, Führung kontinuierlich neu zu denken. Besonders geschätzt wurde zudem die Möglichkeit, sich mit Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften aus der gesamten Region zu vernetzen. Der Dialog zeigte einmal mehr, wie wertvoll partnerschaftlicher Austausch ist und wie sehr er die Zusammenarbeit im Kreis Soest stärkt.

Zum Abschluss betonte Markus Helms: „Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass erfolgreiche Führung heute im Spannungsfeld von Technologie, Menschlichkeit und interkulturellem Verständnis entsteht. Die wfg wird die gewonnenen Impulse nutzen, um Unternehmen im Kreis Soest weiterhin gezielt bei den Themen Führung, Transformation und Fachkräftesicherung zu unterstützen und gemeinsam eine starke Arbeitswelt von morgen zu gestalten.“

Ihr Ansprechpartner

Nuno Gomes

Neuer Gründer-Stammtisch im Kreis Soest – Treffpunkt für Gründende & Nachfolgeinteressierte!

Gruppenfoto mit den Teilnehmern des Gründerstammtisch

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Neuer Gründer-Stammtisch im Kreis Soest – Treffpunkt für Gründende & Nachfolgeinteressierte!

Der erfolgreiche Start in die Selbstständigkeit gelingt mit einer guten Vorbereitung, einem starken Netzwerk und dem Wissen über passende Fördermöglichkeiten. Gerade die Suche nach geeigneten Partnern oder einer passenden Nachfolge stellt viele Unternehmer im Kreis Soest vor große Herausforderungen. Um sie dabei zu unterstützen, gibt es nun ein neues Angebot, das Raum für Beratung, Austausch und Vernetzung bietet.

Jetzt gibt es in Lippstadt eine neue Anlaufstelle: den Gründer-Stammtisch.
Es trafen sich erstmals Gründende, Nachfolgeinteressierte und Netzwerkpartner, um über Fördermittel, Erfahrungen und gemeinsame Perspektiven zu sprechen.

Die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH lud gemeinsam mit den Initiatoren Sebastian Kieseler (Loopings GmbH, Rüthen) und Markus Oel (EVOspark GmbH) zum Auftakttreffen ein und schuf damit einen neuen Ort für Austausch, Vernetzung und Inspiration.

Ihr Ansprechpartnerin

Stephanie Schwalbe

REGIONALE-Projekt zur Zukunft der Pflegewirtschaft in Südwestfalen startet

von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla

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von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla
von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla

REGIONALE-Projekt zur Zukunft der Pflegewirtschaft in Südwestfalen startet

Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids durch die Bezirksregierung Arnsberg an die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest und die Mani Häusliche Pflege startet das REGIONALE-Projekt „Digitale und nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Pflegewirtschaft in Südwestfalen“. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Pflegewirtschaft in der Region.

Aufbauend auf den Erfahrungen und Strukturen des Zentrums Digitale Pflege in Bad Sassendorf entsteht ein Modellprojekt mit Transformationscharakter, das neue Maßstäbe für die Branche setzen soll.

Markus Helms, Geschäftsführer der wfg, betont: “Mit dem Zentrum Digitale Pflege haben wir bereits einen Ort geschaffen, an dem Pflegewirtschaft und Hochschulen im Kreis Soest innovative Ideen kennenlernen können. Diese und weitere Lösungen nun an verschiedenen Innovationsstandorten in die Praxis umzusetzen – das war lange überfällig und wird nun dank der REGIONALE Südwestfalen 2025 möglich gemacht.

In enger Zusammenarbeit mit Pflegewirtschaft und Hochschulen sollen digitale Technologien in den Pflegealltag integriert werden und die Pflegewirtschaft in Südwestfalen damit zukunftsfähiger und innovativer werden.

Dazu wird das sogenannte Transformations-Scouting eingesetzt. Hierbei werden zunächst Herausforderungen in den Pflegeunternehmen erfasst. Gemeinsam mit Lösungspartnern aus Industrie und Wissenschaft werden anschließend Handlungsempfehlungen und Lösungen entwickelt, die den Alltag in der Pflege erleichtern können.

Diese innovativen Lösungen werden direkt vor Ort im Arbeitsalltag der Pflegeunternehmen getestet. Der erste dieser sogenannten Innovationsstandorte wird im Kreis Soest verortet sein. Anschließend wird ein Konzept zur Übertragung auf weitere südwestfälische Kreise entwickelt.

Ergänzend sollen qualifizierte Unterstützungsangebote die Pflegefachkräfte dazu befähigen, den digitalen und nachhaltigen Wandel aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. So wird ein unternehmensübergreifendes Wissensmanagement aufgebaut, von dem die Akteure langfristig profitieren.

Navin Mani, Geschäftsführer der Mani Häusliche Pflege ergänzt: „Die Förderung im REGIONALE-Wettbewerb trägt für uns als sozialer Dienstleister entscheidend dazu bei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die vielfältigen Herausforderungen im Pflegealltag nachhaltig anzugehen.“

Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs „REGIONALE Südwestfalen“ mit Mitteln aus dem EFRE / JTF Programm NRW 2021 – 2027 (EFRE NRW) und Mitteln des Landes NRW in Höhe von insgesamt 656.000 EUR gefördert. Es ist am 15.10.2025 gestartet und wird drei Jahre laufen.

Ihr Ansprechpartner

Benedikt Meyer zu Theenhausen