Nachhaltig handeln, das Klima schützen, Kosten senken und Erfolge kommunizieren: Diese Ziele verfolgt das Projekt ÖKOPROFIT. Beim siebten Netzwerktreffen standen jetzt praxisnahe betriebliche Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowie die wachsenden Anforderungen durch Klimawandel und Umweltgesetzgebung im Mittelpunkt. |
Als gastgebendes Unternehmen empfing die Wickeder Profile Walzwerk GmbH die teilnehmenden Betriebe und Institutionen auf ihrem Betriebsgelände. Die Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Plattform, um konkrete Maßnahmen zur betrieblichen Risikovorsorge zu vertiefen und die nächsten Schritte zur anstehenden Zertifizierung abzustimmen. Denn bei ÖKOPROFIT geht es darum, im Betrieb gemeinsam mit einem erfahrenen Beratungsbüro praxisnahe Konzepte für Umwelt- und Klimaschutz zu entwickeln und diese integriert in den betrieblichen Alltag umzusetzen. Dies trägt zur Stärkung der Rechtssicherheit, Risikominimierung und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken bei. Die Wickeder Profile Walzwerk GmbH lieferte den passenden Rahmen für den gemeinsamen Austausch. Mit mehr als 215 Beschäftigten an vier Standorten und einer Jahresproduktion von über 75.000 Tonnen Profilen bedient das mittelständische Unternehmen anspruchsvolle Märkte wie die Klima- und Raumlufttechnik sowie den Fahrzeugbau. Im Rahmen des Treffens wurde deutlich herausgestellt, wie stark der Transformationsdruck durch sich verändernde internationale Kundenanforderungen zunimmt und welch wichtigen Beitrag das Projekt „ÖKOPROFIT Kreis Soest“ für die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Mittelstands leistet. Im thematischen Schwerpunkt referierte Eva Lüning, Klimaanpassungsmanagerin beim Kreis Soest, über die betrieblichen Risiken durch Extremwetterereignisse. Sie verdeutlichte praxisnah, welche Gefahren Starkregen, Überflutungen und langanhaltende sommerliche Hitzeperioden für Standorte, Arbeitsabläufe und die Belegschaft darstellen. Deutlich wurde, dass betrieblicher Klimaschutz und vorausschauende Klimaanpassung zusammen gedacht werden müssen, um Produktionsausfällen und Schäden wirksam vorzubeugen. Für die systematische Gefährdungsbeurteilung wurden praxiserprobte Hilfestellungen vorgestellt. Anhand des Klimaatlas‘ NRW können Unternehmen standortbezogene Risiken wie Hitzeinseln oder Überflutungsgefahren kostenfrei prüfen. Die ergänzende Klimawirkungsanalyse des Kreises Soest liefert dazu regionale Daten, um konkrete bauliche und organisatorische Schutzvorkehrungen passgenau vorzubereiten. Die teilnehmenden Betriebe nutzten den Vortrag für einen intensiven Erfahrungsaustausch zu bereits etablierten betrieblichen Lösungen. Im zweiten Veranstaltungsteil informierte Dorothee Meier vom Beratungsunternehmen B.A.U.M. Consult GmbH über Neuerungen im Umweltrecht. Vorgestellt wurden unter anderem Vorgaben im Gebäudeenergiebereich, die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR) sowie die Bestimmungen der Empowering Consumers Directive (EmpCo) zur Verhinderung irreführender Umweltaussagen. Für Unternehmen erfordern diese Regulierungen klare Nachweise und eine frühzeitige Integration in das betriebliche Umweltmanagement. Ein kontinuierlich gepflegtes Rechtskataster schafft die nötige Übersicht über gesetzliche Kontrollintervalle – etwa bei kältetechnischen Anlagen – und sichert die Verantwortlichen im Betrieb rechtsverbindlich ab. Mit dem Abschluss des siebten Termins biegt die laufende Runde von „ÖKOPROFIT Kreis Soest“ auf die Zielgerade ein. In den kommenden Wochen bereiten die beteiligten Betriebe ihre Umweltprogramme und Kennzahlen für die Abschlussauswertung vor. Bereits im Dezember finden die offiziellen Vor-Ort-Prüfungen durch eine unabhängige Kommission statt, bevor die Auszeichnungen im Januar im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung überreicht werden. Hintergrund: ÖKOPROFIT® Die teilnehmenden Unternehmen der aktuellen ÖKOPROFIT®-Projektrunde im Kreis Soest sind:
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