Hausarztfamulatur im Kreis Soest – „Hands On“ geht in die zweite Runde

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Hausarztfamulatur im Kreis Soest – „Hands On“ geht in die zweite Runde

Wer im vergangenen Jahr dabei war, erzählt heute noch davon: Gemeinsam Notfälle trainieren, Verantwortung in der Hausarztpraxis übernehmen, abends zusammen am Möhnesee sitzen oder die kleinen Geheimtipps der Region entdecken – das Famulaturprogramm „Hands On“ hat 2025 Maßstäbe gesetzt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 setzt die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest das Famulaturprogramm „Hands On“ fort. Vom 31. August bis 30. September 2026 können Medizinstudierende ihre hausärztliche Famulatur in teilnehmenden Praxen im Kreis Soest absolvieren – begleitet von einem Rahmenprogramm, das Einblicke in Region und Berufspraxis verbindet. Ziel ist es, Studierenden frühzeitig realistische Einblicke in die hausärztliche Tätigkeit und die Region zu ermöglichen.

Die Rückmeldungen der Famulantinnen und Famulanten aus dem Vorjahr sprechen für sich: Sie lobten die intensive Praxiserfahrung, das tolle Miteinander untereinander sowie das vielfältige Zusatzangebot – von Notfalltrainings bis zu regionalen Ausflügen. Viele berichteten, der Monat habe ihren Blick auf die Hausarztmedizin positiv verändert und sei ein echtes Highlight ihres Studiums gewesen.

Auch in 2026 wieder als Famulaturpraxis dabei ist die Wästerpraxis aus Warstein. „Für uns war die Teilnahme 2025 eine große Bereicherung“, berichtet Dr. Julia Heidrich. „Die Studierenden bringen frische Perspektiven mit, schaffen neue Impulse im Praxisalltag und erleben, wie vielfältig und persönlich Hausarztmedizin sein kann. Wir freuen uns darauf, auch 2026 wieder eine Famulantin oder einen Famulanten zu begleiten.“

In Kooperation mit der Stiftung Maria Hilf Warstein bietet die wfg das Programm erneut an. Markus Helms, Geschäftsführer der wfg, unterstreicht die Bedeutung: „Der Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten ist auch im Kreis Soest spürbar. Mit ‚Hands On‘ schaffen wir früh persönliche Berührungspunkte zwischen Studierenden, Praxen und der Region. Diese Kontakte können entscheidend sein, wenn später über den Berufseinstieg entschieden wird.“

Die Anmeldung für „Hands On“ 2026 ist ab sofort über die Homepage der wfg Kreis Soest möglich unter www.wfg-kreis-soest.de/famulatur-beim-hausarzt/.

Teilnehmen können Medizinstudierende ab dem 6. Semester, die einen Monat in der hausärztlichen Versorgung erleben möchten, der weit über eine klassische Famulatur hinausgeht. Das Projekt unterstützt die Nachwuchsgewinnung und trägt so langfristig zu einer starken hausärztlichen Versorgung im Kreis Soest bei.

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Laura Humbla

REGIONALE-Projekt zur Zukunft der Pflegewirtschaft in Südwestfalen startet

von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla

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von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla
von links: Benedikt Meyer zu Theenhausen, Navin Mani, Markus Helms, Laura Humbla

REGIONALE-Projekt zur Zukunft der Pflegewirtschaft in Südwestfalen startet

Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids durch die Bezirksregierung Arnsberg an die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest und die Mani Häusliche Pflege startet das REGIONALE-Projekt „Digitale und nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Pflegewirtschaft in Südwestfalen“. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Pflegewirtschaft in der Region.

Aufbauend auf den Erfahrungen und Strukturen des Zentrums Digitale Pflege in Bad Sassendorf entsteht ein Modellprojekt mit Transformationscharakter, das neue Maßstäbe für die Branche setzen soll.

Markus Helms, Geschäftsführer der wfg, betont: “Mit dem Zentrum Digitale Pflege haben wir bereits einen Ort geschaffen, an dem Pflegewirtschaft und Hochschulen im Kreis Soest innovative Ideen kennenlernen können. Diese und weitere Lösungen nun an verschiedenen Innovationsstandorten in die Praxis umzusetzen – das war lange überfällig und wird nun dank der REGIONALE Südwestfalen 2025 möglich gemacht.

In enger Zusammenarbeit mit Pflegewirtschaft und Hochschulen sollen digitale Technologien in den Pflegealltag integriert werden und die Pflegewirtschaft in Südwestfalen damit zukunftsfähiger und innovativer werden.

Dazu wird das sogenannte Transformations-Scouting eingesetzt. Hierbei werden zunächst Herausforderungen in den Pflegeunternehmen erfasst. Gemeinsam mit Lösungspartnern aus Industrie und Wissenschaft werden anschließend Handlungsempfehlungen und Lösungen entwickelt, die den Alltag in der Pflege erleichtern können.

Diese innovativen Lösungen werden direkt vor Ort im Arbeitsalltag der Pflegeunternehmen getestet. Der erste dieser sogenannten Innovationsstandorte wird im Kreis Soest verortet sein. Anschließend wird ein Konzept zur Übertragung auf weitere südwestfälische Kreise entwickelt.

Ergänzend sollen qualifizierte Unterstützungsangebote die Pflegefachkräfte dazu befähigen, den digitalen und nachhaltigen Wandel aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. So wird ein unternehmensübergreifendes Wissensmanagement aufgebaut, von dem die Akteure langfristig profitieren.

Navin Mani, Geschäftsführer der Mani Häusliche Pflege ergänzt: „Die Förderung im REGIONALE-Wettbewerb trägt für uns als sozialer Dienstleister entscheidend dazu bei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die vielfältigen Herausforderungen im Pflegealltag nachhaltig anzugehen.“

Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs „REGIONALE Südwestfalen“ mit Mitteln aus dem EFRE / JTF Programm NRW 2021 – 2027 (EFRE NRW) und Mitteln des Landes NRW in Höhe von insgesamt 656.000 EUR gefördert. Es ist am 15.10.2025 gestartet und wird drei Jahre laufen.

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Benedikt Meyer zu Theenhausen

Einblick in den Hausarztberuf – und in die Region

Collage mit mehreren Fotografien: Ärztinnen und Ärzte in Praxisumgebung, Gespräche und medizinisches Ausstattungspersonal — Eindruck von Hausarzt-Famulatur im Alltag

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Collage mit mehreren Fotografien: Ärztinnen und Ärzte in Praxisumgebung, Gespräche und medizinisches Ausstattungspersonal — Eindruck von Hausarzt-Famulatur im Alltag

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„Hands On“-Programm im Kreis Soest begeistert Medizinstudierende

Für die sechs Medizinstudierenden, die am Programm „Hands On“ teilgenommen haben, verging der letzte Monat wie im Flug – zurück bleiben viele schöne Erinnerungen an ihre Zeit im Kreis Soest. Vom 25. August bis 24. September absolvierten sie dort ihre sogenannte Famulatur – ein Pflichtpraktikum im Medizinstudium – in hausärztlichen Praxen in Soest, Warstein und Rüthen.

Doch das Programm „Hands On“, organisiert von der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest, bietet mehr als nur Praxiserfahrung: Es kombiniert die Arbeit in der Hausarztpraxis mit spannenden regionalen Erlebnissen – von Workshops bis zu Freizeitaktivitäten – und macht so die Region als Arbeits- und Lebensort erlebbar. Was haben die Famulanten mitgenommen? „Eine Menge Praxiserfahrungen und eine richtig schöne Zeit in der Region, die uns sicher lange in Erinnerung bleibt!“, so das einhellige Fazit. „Ich würde es allen Studis empfehlen, die ihre Hausarztfamulatur noch nicht gemacht haben. Man bekommt super viel geboten“, berichtet eine Famulantin aus Warstein. „Das Programm ist ein voller Erfolg“, berichtet wfg-Geschäftsführer Markus Helms.

Eines der Highlights des Rahmenprogrammes war ein Notfall- und Atemwegstraining im Notfallinstitut Hellweg in Soest, bei dem alle spielerisch ihre Fähigkeiten in der Herzdruckmassage verbessern konnten. Auch der Besuch der Montgolfiade in Warstein bleibt den Famulanten in bester Erinnerung. Nicht nur einmal, sondern gleich dreimal verfolgten sie das Geschehen vor Ort und genossen die spektakuläre Show. Beim Bogenschießen im Bilsteintal zeigte sich zudem der sportliche Ehrgeiz der Gruppe.

„Ein besonderes Merkmal unseres Programms ‚Hands On‘ ist die starke Gruppendynamik“, erklärt wfg-Chef Markus Helms. „Die gemeinsamen Erlebnisse tragen dazu bei, dass die jungen Medizinerinnen und Mediziner gern wiederkommen, ihre positiven Erfahrungen weitergeben und so langfristig weitere Nachwuchskräfte in unsere Region holen und binden.“

Ein ebenso positives Fazit zieht die Stiftung Maria Hilf Warstein, die einen großen Teil der Kosten des Programmes trägt. „Die Förderung junger Talente in der Medizin liegt uns sehr am Herzen. Mit ‚Hands On‘ unterstützen wir gezielt die nächste Generation von Hausärztinnen und Hausärzten – für eine starke Gesundheitsversorgung in unserer Heimat“, so Alexa Senger, die Vorsitzende der Stiftung.

„Hands On“ hat einen frischen Impuls für die hausärztliche Ausbildung im Kreis Soest gegeben – und gezeigt, wie attraktiv die Region für junge Medizinerinnen und Mediziner sein kann.

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