22. Januar 2026 Pflegeunternehmen aus Südwestfalen starten in digitale Zukunft

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22. Januar 2026 Pflegeunternehmen aus Südwestfalen starten in digitale Zukunft

Erster Innovationsstandort entsteht 2026 im Kreis Soest

Pflegenotstand und Fachkräftemangel stellen die Pflegebranche vor große Herausforderungen. Wie digitale Technologien und neue Qualifizierungsansätze bei deren Bewältigung helfen können, stand am Mittwoch im Mittelpunkt einer Branchenveranstaltung in Bad Sassendorf. Rund 50 Pflegeunternehmen und Hochschulen aus Südwestfalen waren der Einladung der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest gefolgt, um gemeinsam die digitale und nachhaltige Transformation der Pflege aktiv zu gestalten.

Wie können digitale Technologien den Pflegealltag erleichtern? Welche neuen Konzepte braucht es für eine zukunftsfähige Aus- und Weiterbildung? Wie kann der Pflegeberuf attraktiver werden? In kreativen Workshop-Formaten entwickelten die Teilnehmenden Ideen zu diesen Fragestellungen, die nun in konkrete Angebote für die Pflegeunternehmen einfließen.

Grundlage dafür ist das Projekt „Digitale und nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Pflegewirtschaft Südwestfalen“, das von der wfg und Mani Pflege umgesetzt wird. „Wir erfassen zunächst die aktuellen Herausforderungen in den Pflegeunternehmen. Darauf aufbauend entstehen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft innovative Lösungen – von digitalen Anwendungen bis hin zu neuen Qualifizierungsformaten“, erklärt wfg-Geschäftsführer Markus Helms.

Die Umsetzungserfahrungen werden an sogenannten Pflege-Innovationsstandorten mit anderen Pflegefachkräften aus Südwestfalen geteilt. Diese erhalten so einen einfachen und praxisnahen Zugang zu den neuen Technologien. Der erste dieser Standorte entsteht im Laufe des Jahres 2026 im Kreis Soest, weitere sollen folgen.

Doch es geht nicht nur um die innovativen Lösungen selbst. Qualifizierungsangebote sollen Pflegefachkräfte befähigen, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. So entsteht ein Wissensnetzwerk, das die Branche langfristig stärkt. Erstes Rahmenthema für 2026 ist der Einsatz von Tools der Künstlichen Intelligenz in der Pflege. Pflegeunternehmen können sich online unter www.wfg-kreis-soest.de („Aktuelles“ – „Aktuelle Veranstaltungen“) für die Veranstaltungsreihe anmelden.

„Die Veranstaltung hat gezeigt: Die Pflegeunternehmen in Südwestfalen sind bereit für die Zukunft – und sie gestalten sie gemeinsam. Für die Region bedeutet das: Südwestfalen wird zum Vorreiter für digitale Pflege“, ist Projektleiter Benedikt Meyer zu Theenhausen überzeugt. Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs „REGIONALE Südwestfalen“ mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.

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Zum dritten Geburtstag kommen zwei neue Partnerschulen dazu

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Das MINT-Schulnetzwerk im Kreis Soest hat zwei neue Partner gewonnen: Hubertus Gosmann, Schulleiter des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs Soest (vorne l.), und Heinfried Lichte, Schulleiter des Friedrich-Spee-Gymnasiums Rüthen (vorne, 2. v. l.), nahmen im Beisein von Partnerinnen und Partnern des Netzwerks die Urkunden von wfg-Geschäftsführer Markus Helms (vorne, 3. v. l.) entgegen. Foto: © Nina Johanna Vester

Zum dritten Geburtstag kommen zwei neue Partnerschulen dazu

MINT-Netzwerk stärkt Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und Hochschulen

Begeisterung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken: Das ist das Ziel des MINT-Schulnetzwerks im Kreis Soest. Pünktlich zu seinem dritten Geburtstag werden mit dem Hubertus-Schwartz-Berufskolleg Soest und dem Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen zwei neue Partner aufgenommen.

Damit gewinnt das Netzwerk zwei Schulen, die es sowohl inhaltlich als auch organisatorisch bereichern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen und regionalen Unternehmen weiter stärken.

Seit seiner Gründung im Jahr 2023 hat sich das MINT-Schulnetzwerk als feste Größe in der regionalen Bildungslandschaft etabliert. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen praxisnahe Einblicke in Studien- und Berufsperspektiven zu ermöglichen. „Dass wir unser dreijähriges Bestehen mit der Aufnahme weiterer engagierter Schulen feiern können, ist ein starkes Zeichen für die nachhaltige Entwicklung unseres Netzwerks“, betont Patrick Schnell, Sprecher des Netzwerks und Lehrer am Archigymnasium Soest.

Die Bedeutung des Netzwerks für den Wirtschaftsstandort Kreis Soest hebt Markus Helms, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Soest (wfg) und Partner im MINT-Schulnetzwerk, hervor: „Das MINT-Schulnetzwerk schafft konkrete Begegnungen – zwischen jungen Menschen, Unternehmen und Hochschulen. Genau diese direkten Einblicke und praktischen Erfahrungen sind entscheidend, um Interessen zu wecken und realistische Perspektiven für Ausbildung und Studium in der Region aufzuzeigen. Für die langfristige Sicherung von Fachkräften ist dieser Ansatz von zentraler Bedeutung.“

Zu den besonderen Erfolgen der vergangenen Jahre zählen die MINT-Tage, die sich mittlerweile als etablierte Formate bewährt haben. Unter den Namen Campustag MINT & More sowie Praxistag MINT & Gesundheit erhalten Schülerinnen und Schüler der Netzwerkschulen die Möglichkeit, im Rahmen von Workshops Hochschulen und Unternehmen kennenzulernen. Neben dem klassischen MINT-Bereich werden auch angrenzende MINTplus-Themen wie Gesundheit, Pflege, Gestaltung und kreative Anwendungsfelder aufgegriffen und praxisnah vermittelt. So werden den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven im MINT- und MINTplus-Bereich aufgezeigt. Auch im Jahr 2026 werden diese erfolgreichen Formate mit bewährten wie neuen außerschulischen Partnern durchgeführt.

Ein weiterer Höhepunkt war das Jahrestreffen im Juni 2025, das erneut sehr großen Zuspruch fand. In Messe-Atmosphäre präsentierten sich zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung und ermöglichten einen intensiven Austausch. „Das Jahrestreffen hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig das Netzwerk ist und wie wertvoll der direkte Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Hochschulen und Unternehmen sein kann“, erklärt Christof Blaser, Organisator des Jahrestreffens und Lehrer am Conrad von Soest Gymnasium.

Das MINT-Schulnetzwerk bleibt weiterhin offen für neue Partner und arbeitet kontinuierlich an der inhaltlichen und strategischen Weiterentwicklung seiner Angebote. Am Mittwoch, 1. Juli, findet der Praxistag „MINT & Gesundheit“ statt. Unternehmen und Institutionen sowie Schulen können sich ab sofort bei Jana Fey per E-Mail an jana.fey@wfg-kreis-soest.de dafür anmelden.

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Hausarztfamulatur im Kreis Soest – „Hands On“ geht in die zweite Runde

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Hausarztfamulatur im Kreis Soest – „Hands On“ geht in die zweite Runde

Wer im vergangenen Jahr dabei war, erzählt heute noch davon: Gemeinsam Notfälle trainieren, Verantwortung in der Hausarztpraxis übernehmen, abends zusammen am Möhnesee sitzen oder die kleinen Geheimtipps der Region entdecken – das Famulaturprogramm „Hands On“ hat 2025 Maßstäbe gesetzt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 setzt die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest das Famulaturprogramm „Hands On“ fort. Vom 31. August bis 30. September 2026 können Medizinstudierende ihre hausärztliche Famulatur in teilnehmenden Praxen im Kreis Soest absolvieren – begleitet von einem Rahmenprogramm, das Einblicke in Region und Berufspraxis verbindet. Ziel ist es, Studierenden frühzeitig realistische Einblicke in die hausärztliche Tätigkeit und die Region zu ermöglichen.

Die Rückmeldungen der Famulantinnen und Famulanten aus dem Vorjahr sprechen für sich: Sie lobten die intensive Praxiserfahrung, das tolle Miteinander untereinander sowie das vielfältige Zusatzangebot – von Notfalltrainings bis zu regionalen Ausflügen. Viele berichteten, der Monat habe ihren Blick auf die Hausarztmedizin positiv verändert und sei ein echtes Highlight ihres Studiums gewesen.

Auch in 2026 wieder als Famulaturpraxis dabei ist die Wästerpraxis aus Warstein. „Für uns war die Teilnahme 2025 eine große Bereicherung“, berichtet Dr. Julia Heidrich. „Die Studierenden bringen frische Perspektiven mit, schaffen neue Impulse im Praxisalltag und erleben, wie vielfältig und persönlich Hausarztmedizin sein kann. Wir freuen uns darauf, auch 2026 wieder eine Famulantin oder einen Famulanten zu begleiten.“

In Kooperation mit der Stiftung Maria Hilf Warstein bietet die wfg das Programm erneut an. Markus Helms, Geschäftsführer der wfg, unterstreicht die Bedeutung: „Der Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten ist auch im Kreis Soest spürbar. Mit ‚Hands On‘ schaffen wir früh persönliche Berührungspunkte zwischen Studierenden, Praxen und der Region. Diese Kontakte können entscheidend sein, wenn später über den Berufseinstieg entschieden wird.“

Die Anmeldung für „Hands On“ 2026 ist ab sofort über die Homepage der wfg Kreis Soest möglich unter www.wfg-kreis-soest.de/famulatur-beim-hausarzt/.

Teilnehmen können Medizinstudierende ab dem 6. Semester, die einen Monat in der hausärztlichen Versorgung erleben möchten, der weit über eine klassische Famulatur hinausgeht. Das Projekt unterstützt die Nachwuchsgewinnung und trägt so langfristig zu einer starken hausärztlichen Versorgung im Kreis Soest bei.

Ihre Ansprechpartnerin

Laura Humbla