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wfg-Allgemein | 12.08.10

Netzwerk zur Verbesserung von Betriebspraktika

Der Kreis Soest und die Region Toledo arbeiten an einem europäischen Projekt

Vertrag unterzeichnet: Zur Vertragsunterzeichnung für das COMENIUS-Regio Projekt "Netzwerk zur Verbesserung und Professionalisierung von Betriebspraktika" trafen sich (v. l.) im Soester Kreishaus Volker Ruff (Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH), Thomas Busch (Schulleiter Hubertus-Schwartz-Berufskolleg), Martin Steinmeier (Abteilungsleiter Schulangelegenheiten Kreis Soest), Renate Meininghaus (Schulleiterin Christian-Rohlfs-Realschule Soest), Barabara Denninghaus-Späth (Hubertus-Schwartz-Berufskolleg), Landrätin Eva Irrgang, Maria Schulte-Kellinghaus (Dezernentin Jugend, Schule und Soziales Kreis Soest) und Reiner Linpinsel (Hubertus-Schwartz-Berufskolleg). Foto: Großevollmer/Kreis Soest

Zur Vertragsunterzeichnung für das COMENIUS-Regio Projekt "Netzwerk zur Verbesserung und Professionalisierung von Betriebspraktika" trafen sich (v. l.) im Soester Kreishaus Volker Ruff (Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH), Thomas Busch (Schulleiter Hubertus-Schwartz-Berufskolleg), Martin Steinmeier (Abteilungsleiter Schulangelegenheiten Kreis Soest), Renate Meininghaus (Schulleiterin Christian-Rohlfs-Realschule Soest), Barabara Denninghaus-Späth (Hubertus-Schwartz-Berufskolleg), Landrätin Eva Irrgang, Maria Schulte-Kellinghaus (Dezernentin Jugend, Schule und Soziales Kreis Soest) und Reiner Linpinsel (Hubertus-Schwartz-Berufskolleg). Foto: Großevollmer/Kreis Soest

GD Bildung und Kultur - Programm für lebenslanges Lernen

Das COMENIUS-Regio Projekt „Netzwerk zur Verbesserung und Professionalisierung von Betriebspraktika“ gehört zu den 29 Regio-Partnerschaften, die in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2012 gefördert werden. Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich im Kreishaus die Vertreter der beteiligten Institutionen aus dem Kreis Soest.

Für die Kreisverwaltung nahmen am Treffen Landrätin Eva Irrgang, Maria Schulte-Kellinghaus und Martin Steinmeier teil, die Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH wurde durch Volker Ruff repräsentiert, das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg war durch Schulleiter Thomas Busch, Barbara Denninghaus-Späth und Reiner Linpinsel vertreten. Komplettiert wurde die Runde durch die Schulleiterin Renate Meininghaus von der Christian-Rohlfs-Realschule Soest.

COMENIUS-Regio soll die europäische Zusammenarbeit im schulischen Bereich auf der Ebene von Regionen und Gemeinden fördern. Dabei können regionale Netzwerke von Schulbehörden, Verwaltungen, Schulen und weiteren Institutionen Partnerschaften mit entsprechenden Einrichtungen in anderen europäischen Regionen eingehen. Die Partnerschaft bezieht sich auf Themen von gemeinsamem Interesse, den Austausch von Erfahrungen und zielt auf die Entwicklung nachhaltiger Strukturen der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Regionen ab. Die Förderdauer beträgt zwei Jahre. Antragsberechtigt sind lokale oder regionale Behörden mit einer Funktion in der Schulbildung. COMENIUS-Regio Partnerschaften bestehen dabei immer aus zwei “Partnerregionen“.

Ausländischer Partner in dem vorbereiteten Projekt ist die Region Toledo in Zentralspanien. Auf spanischer Seite sind acht Einrichtungen beteiligt: Die Schulabteilung der Bezirksregierung, die Stadtverwaltungen von Toledo und La Puebla de Montalbán, die Industrie- und Handelskammer der Region Toledo, der Unternehmerverband Toledo (FEDETO) und die drei Schulen IES Universidad Laboral, IES Juan de Lucena, IES Azarquiel.

Ermöglicht wurde der Kontakt nach Spanien durch das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg. Die Schule bringt in das geplante Projekt seine drei Schulpartnerschaften in der Provinz Toledo ein und hat mit dem Kreis Soest nachhaltig bei der Planung und Antragstellung des Projektes kooperiert.

Thema und Hauptziel der beiden Partnerregionen, die im Rahmen dieses hochrangigen und von der Europäischen Union (EU) finanzierten Projektes kooperieren, ist die Schaffung eines Konzepts zur nachhaltigen Qualitätsverbesserung in der Vorbereitung, Durchführung und Bewertung von Praktika in ausländischen Unternehmen. Dabei sollen Schüler schon recht früh im Rahmen der Berufsorientierung für eine transnationale Mobilität in Europa begeistert werden.

Dieses Ziel ist auch eine Antwort auf die Aktionsbereiche, die in der Lissabon-Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung festgelegt sind. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen und auch zwischen den Partnern vor Ort basiert auf der gemeinsamen Grundlage, die beruflichen Kompetenzen, die Sprachkenntnisse und die interkulturellen Kompetenzen der jungen Menschen zu verbessern, um ihre Beschäftigungschancen auf den lokalen, regionalen und internationalen Arbeitsmarkt zu steigern und die Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung zu erhöhen. Landrätin Eva Irrgang stellte heraus, „ dass sie sich von dem Projekt nachhaltige Ergebnisse für die Bildungsregion Kreis Soest erhofft“.